Flirten New York

Die Chancen auf ein nächtliches Rendezvous stehen gut. Und man will vorbereitet sein. Brian Robinson ist dieses Dating-Geschäft viel zu kompliziert und vor allem zu kostspielig. Er behauptet, der beste und vor allem günstigste Ort für den Anfang einer Romanze sei die New Yorker U-Bahn. Über Frauen will der Jährige mit seinen Tricks in der New Yorker U-Bahn schon kennengelernt haben Quelle: Brian Robinson Anzeige Robinson selbst will in den vergangenen 14 Jahren im Untergrund der Acht-Millionen-Metropole über Frauen kennengelernt haben.

Sein Tipps hat er jetzt in einem im Selbstverlag erschienenen Buch "How to Meet Women on the Subway" veröffentlicht. Das Talent Frauen anzusprechen, will Robinson dabei von seinem Onkel geerbt haben. Doch sie führen, so behauptet zumindest der stets ordentlich gekleidete U-Bahn-Romeo, in den meisten Fällen immer noch zum Erfolg. Robinson empfiehlt Anzug und Krawatte Quelle: Brian Robinson Doch ein adrettes Aussehen ist erst der Anfang.

Was zähle, sei der erfolgreiche Beginn einer Unterhaltung. Denn nach der Frage nach dem Weg wäre der nächste Satz so etwas wie: Wo kommen Sie denn her? Dass die Unterhaltung mit einem schroffen "aus New York" beendet werde, sei also eher unwahrscheinlich. Wichtiger sei, dass man dranbleibe und bei der Konversation schnell den nächsten Satz platziere.

Da wollte ich schon immer hin! Dabei könne man es auch umgedreht machen und gezielt Touristen ansprechen, um ihnen etwa den Weg zu beschreiben. Dabei kann auch der Einsatz einer MetroCard helfen, mit der man uneingeschränkt fahren darf. Brian Robinson Robinson warnt aber auch davor, die "Anmache" zu übertreiben. Würden Sie mir ihre E-Mail-Adresse geben?

Und man selbst stehe nicht als dummer Anquatscher da. Das erste Big-Apple-Klischee im Realitätscheck unserer neuen Serie. Von Johanna Bruckner, New York Johanna Bruckner Johanna Bruckner, Jahrgang , in der Nähe von Stuttgart geboren und aufgewachsen. Hat in München Kommunikationswissenschaft studiert, bei SZ. Trägt das Schwabenländle im Herzen, aber nicht mehr auf der Zunge naja, zumindest faschd.

Diese Zahl habe ich von einer Kollegin, die im Sommer heiraten will - trotzdem. Als ich an einem verschneiten Januarsonntag in einem Park in Brooklyn joggen war, wäre ich beinahe von Kinderschlitten überfahren worden. Man trifft in New York Heiratswillige, Pärchen mit Kindern, Pärchen ohne Kinder, Kinder ohne Aufsichtsperson, aber eher keine Singles.

Dabei soll die Stadt das Mekka der selbstbestimmt Alleinstehenden sein. Serie "Mythos New York" "Die Stadt, die niemals schläft", "Metropole der Singles", "unbezahlbar" - Reisende haben viele Bilder im Kopf, wenn sie New York City besuchen. Aber was ist dran an den Klischees? In unserer Serie "Mythos New York" macht unsere neu angekommene Korrespondentin den - ganz subjektiven - Realitätscheck.

Oder ist New York als Stadt der Singles nur ein Mythos? Befeuert von Sex and the City-Wiederholungen im Fernsehen und mündlichen Überlieferungen von ehemaligen Bank-Praktikanten, die es hier mal so richtig haben krachen lassen? Beim Dating zahlt er Anzeige Tatsächlich gibt es hier natürlich Ungebundene, auch wenn sie im Stadtbild weniger auffallen. Das könnte an der Arbeitsmentalität von Singles in Verbindung mit ihrer Durchschnittsgeschwindigkeit liegen.

Wenn man sich mit Singles unterhält, stellt man fest: Viele Menschen scheuen in New York eine langfristige emotionale Investition.


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